Digitale Leistungen anbieten - Es ist einfacher, als viele glauben. Eine Hilfestellung für Berater*innen, Coaches & Trainer*innen. - Robert Kraxner

Digitale Leistungen anbieten – Es ist einfacher, als viele glauben. Eine Hilfestellung für Berater*innen, Coaches & Trainer*innen.

Liebe Leser*innen!

In den letzten Jahren sind digitale Geschäftsmodelle von Berater*innen zunehmend in den Verruf geraten, dem schnellen Erfolg im Internet nachzujagen. Viele unerfahrene Dienstleister*innen haben Onlinekurse angeboten, die wenig Substanz hatten und zum Teil unerfüllbare Versprechungen machten.

Daraus resultierte Skepsis bei „echten Unternehmer*innen“ die auf Qualität, hohen Kundennutzen und nachhaltige Geschäftsmodelle setzen. In den letzten Jahren wurde ich oft belächelt, wenn ich von meiner Philosophie erzählt habe, Geschäftsmodelle mit Hilfe von digitalen Systemen zeitgemäß und vor allem zukunftstauglich zu gestalten. 

Die Vorteile von digitalen Geschäftsmodellen sind unter anderem:

  • weniger Kosten für Infrastruktur
  • ortsunabhängigere Kundenbetreuung 
  • neue Kundensegmente, da Kund*innen von überall auf der Welt eine Leistung in Anspruch nehmen können
  • höhere Umsätze bei geringeren Kosten

Ich liefere meine Beratungsleistungen zu ca. 75 % auf digitalem Weg. Meine Umsätze generiere ich ca. zu 60 % durch digitale Kommunikationsstrategien und zu ca. 40 % aus meinem persönlichen Netzwerk, z.B. durch Empfehlungen von ehemaligen Kund*innen. (Stand: März 2020)

Umsatzchancen durch digitale Vertriebs- und Geschäftsstrukturen

In diesen Tagen bekommen digitale Geschäftsmodelle eine völlig neue Relevanz und stellen eine tragende Säule für die Gesundheit von Unternehmen dar.

1. Kannst Du auf digitalem Weg für stabile Umsätze sorgen?

2. Kann Dein Unternehmen die gebuchten Leistungen auf digitalem Weg erbringen?

Wer heute vom physischen Kontakt mit potenziellen Kund*innen oder Geschäftspartner*innen abhängig ist, um das Verkaufssystem bzw. Umsatzströme aufrecht zu erhalten, ist zum Handeln aufgefordert! Genauso wie Berater*innen, Coaches und Trainer*innen, die ihre Leistungen nicht erbringen können, ohne beim Kunden präsent zu sein. 

3. Welche digitalen Produkte oder Dienstleistungen können angeboten und verkauft werden?

Wie schnell können digitale Angebote erstellt und verkauft werden?

Der zeitliche Engpass liegt NICHT im Erstellen des digitalen Produkts, sondern in der Kenntnis über die eigene Zielgruppe und deren Bedürfnisse.

  • An welche Zielgruppe richtet sich Dein digitales Angebot?
  • Welches spezifische Kundenproblem wird gelöst?
  • Welchen Kundennutzen liefert das Produkt?

Solltest Du bereits erfolgreich als Berater*in, Coach oder Trainer*in tätig sein, wirst Du die Probleme Deiner Kund*innen bestens kennen und optimale Lösungen anbieten können. In einem solchen Fall ist es durchaus möglich, innerhalb von kürzester Zeit, in der Regel binnen 1-2 Tagen, ein digitales Angebot verkaufsbereit zu bekommen.

Experten-Tipp:

Digitale Produkte, wie zum Beispiel ein Videokurs müssen nicht fertig produziert und entwickelt sein, um diese zu verkaufen. Zuerst der Verkauf – dann die Produktion bzw. Auslieferung. 

Digitale Angebote für zeitnahen Umsatz

An dieser Stelle geht es nicht darum, ein digitales Imperium aufzubauen, sondern naheliegende Möglichkeiten zu nutzen, mit denen zeitnah Umsätze generiert werden können. 

1. Beratung via Zoom oder Skype

Für manche selbstverständlich und für andere unbekanntes Terrain. Zoom und Skype sind Softwarelösungen für digitale Videokonferenzen bzw. Telefonate. Beide Tools sind kostenlos nutzbar und benötigen lediglich eine Internetverbindung.

In den letzten Jahren habe ich auf diesem Weg tausende Beratungsstunden gegeben und hatte bisher keine nennenswerten Probleme. Skype und Zoom sollten zum Standardwerkzeug von modernen Berater*innen gehören, die zeitgemäß agieren. 

2. Gruppenberatungen via Zoom

Ich habe dieses Format im Frühjahr 2016 das erste Mal angeboten. Zu einem speziellen Kundenbedürfnis habe ich eine Gruppenberatung angeboten – diese hat wöchentlich via Zoom stattgefunden und hat jeweils ca. 2 Stunden gedauert.

Vor jedem Termin gab es eine E-Mail mit Vorbereitungsfragen, um den Kundennutzen in den Zoom-Calls möglichst hoch zu halten.

Für welches Kundenbedürfnis könntest Du Gruppenberatung via Zoom anbieten? Wen könntest Du dieses Angebot unterbreiten?

3. E-Mail-Kurse

Oft bewirken regelmäßige und aufbauende E-Mail-Impulse zu einem spezifischen Thema wahre Wunder für Deine Kund*innen. 

Wie wäre es zum Beispiel mit 12 wöchentlichen E-Mail-Impulsen, die Deine Kund*innen von A nach B begleiten? 

4. Videokurse

Videokurse sind eine gängige Form, um Wissen im Internet zu vermitteln. Stelle Dich vor die Kamera und löse ein spezifisches Problem Deiner Kund*innen. Dein finanzielles Investment ist sehr gering und beläuft sich auf wenige hundert Euros.

ACHTUNG: Du musst nicht den gesamten Kurs vorproduzieren. Fokussiere Dich auf das grobe Konzept des Kurses und auf den Verkauf. Sobald Du den Kurs verkauft hast, kannst Du beginnen, die ersten Videos zu produzieren und diese zum Beispiel im wöchentlichen Rhythmus freizuschalten. Während den wöchentlichen Modulen / Videos bleibt Dir die Zeit, die neuen Inhalte zu drehen. Ein weiterer Vorteil bei dieser Herangehensweise ist das mögliche Einbeziehen Deiner Kund*innen, um den Kurs möglichst nahe an den konkreten Kundenbedürfnissen zu entwickeln.

5. Audiokurse

Vor allem wenn du beschäftigte Kund*innen hast, die kaum Zeit zum Lesen oder aktiven Konsumieren von Videos haben, kann sich ein Audiokurs lohnen.

Bestell Dir ein gutes Mikrofon und führe Deine Kund*innen in kurzen Lektionen von ihrem Problemzustand A zu der Lösung B. 

Es kann durchaus Sinn machen und für die Qualität Deiner Arbeit nützlich sein, die jeweiligen Audios mit Reflexionsfragen oder Arbeitsblättern zu ergänzen, die Du zum Beispiel unkompliziert via E-Mail aussenden kannst.

6. Bitte nimm Abstand von eBooks, Online-Kongressen und Webinaren

Die unter diesem Punkt genannten Medien sind in vielen Fällen hilfreich, zum Beispiel beim Abbilden einer erfolgsversprechenden Angebotsstrategie. 

Jedoch rate ich davon ab, sich auf diese zu fokussieren, um möglichst zeitnah für Umsätze in relevanter Höhe zu sorgen. Lege Deinen Fokus auf digitale Angebote, die möglichst hohen Umsatz einbringen und Deine Unternehmung stabilisieren (z.B. eine 3-monatige Gruppenberatung via Zoom).

Experten-Tipp:

Wenn es darum geht, möglichst schnell für neue Einkommensquellen zu sorgen, fokussiere Dich auf ein Produkt mit möglichst hoher Gewinnspanne.

Beispiel: € 1.500,— können durch den Verkauf von 1 Platz in einer Gruppenberatung eingenommen werden oder durch 150 verkaufte eBooks. Einen Platz in einer Gruppenberatung zu verkaufen ist relativ einfach, während der Umsatz von 150 eBooks mit einem enormen Aufwand verbunden sind. 

ACHTUNG – Wichtig in der gegenwärtigen Situation:

Fokussiere Dich primär nicht auf die Akquisition von Neukund*innen, sondern biete ein digitales Produkt für Deine Bestandskund*innen an. Das ist der beste und einfachste Weg, um Deine Umsatzströme aufrecht zu erhalten. 

Beitragsbild: canva.com

About the Author

Robert Kraxner gilt als junger Inspirator, der nichts als gegeben hinnimmt und neue Wege jenseits der Norm eröffnet. Zu seinen Kunden zählen entwicklungswillige Querdenker und Unternehmen, die jenseits der bestehenden Paradigmen agieren möchten. Vita: https://www.robertkraxner.com/vita

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