Sinnkrise in den Zwanzigern: Langfristige Lösung + Sofortmaßnahmen

Sinnkrise in den Zwanzigern – Meine Meinung, mein generationenübergreifender Aufruf und mögliche Lösungen

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Eine Sinnkrise in den Zwanzigern, die auch gerne Quarterlife Crisis genannt wird, wird oft belächelt und als Scherz abgetan.

Doch es gibt sie wirklich und wir sollten sie verdammt ernst nehmen!

Ich selbst habe sie erlebt, als ich 1,5 Jahre nach meiner Kündigung zurück in meinen alten Job gegangen bin. Nach wenigen Tagen war ich völlig verzweifelt, mein Körper rebellierte und mein Leben schien außerhalb meiner Kontrolle zu sein.

Es fühlte sich an wie die Hölle. Das Gefühl überstieg dem gewöhnlichen Arbeitsfrust bei Weitem und war akut, sodass ein Richtungswechsel unausweichlich wurde.

Viele junge Menschen haben mir ihr Vertrauen geschenkt und von einer Sinnkrise erzählt, seit ich 2012 meine erste Coaching-Ausbildung absolviert habe.

Sinnkrisen sind wissenschaftlich nicht messbar und mögen unterschiedlich stark ausgeprägt sein, aber es gibt sie. Und sie sollten meiner Meinung nach verdammt ernstgenommen werden.

Ein Blick in die Welt sollte bei jedem von uns eine Sinnkrise auslösen!

Zur Schule gehen, die Universität besuchen, den ersten Job finden und dann sehen, was das Leben bringen wird! Das ist das Motto, nach dem wir jungen Menschen aufwachsen und mit dem wir in unser Erwachsenenleben starten.

Wer diesen Weg reflektiert geht, bekommt das Gefühl, dass an diesem Weg etwas faul ist.

Angestellte jammern in Dauerschleife, immer mehr Menschen werden von berufsbedingten Krankheiten lahmgelegt und die Rente gilt als Lebensziel.

Frustrierte Gesichter im morgendlichen Berufsverkehr. Biertrinkende Männer in der S-Bahn, die den Frust des Arbeitsalltages runterspülen. Menschen deren Highlight der jährliche Sommerurlaub ist.

Ja, das ist stark verallgemeinert!

Wieso sollten wir einen Weg gehen, der uns in diese Unzufriedenheit und diesen Frust führen wird?

Zusätzlich gibt es einen viel entscheidenderen Aspekt, bei dem alle Alarmglocken angehen müssen!

Unsere Systeme, unsere Wirtschaft und unser Verhalten sind krank! Das wird eindeutig erkennbar, sobald wir unseren Egotrip beenden und einen radikalen Blick in die Welt werfen.

In Deutschland werfen wir pro Sekunde 300 Kilogramm Lebensmittel weg, während täglich über 10.000 Kinder verhungern. Wir rauben Menschen auf anderen Kontinenten den Lebensraum und die Existenzgrundlage, damit wir das Fressen für die Massentierhaltung erzeugen können. Für Macht werden Kriege geführt und Menschen getötet. Minderheiten werden bewusst unterdrückt.

Ca. 40 % der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen und ca. 20 % der Menschen müssen mit weniger als 1 Euro am Tag auskommen.

Eine Sinnkrise sollte bei diesen Tatsachen unausweichlich sein!

„Robert, auch wir hatten in unseren jungen Jahren Sinnkrisen! Das ist nichts Neues.“

Ich bin 1992 geboren und kann somit nicht sagen, wie es älteren Generationen ergangen ist, als sie in meinem Alter und am Anfang ihres Erwachsenenlebens waren.

Bei öffentlichen Äußerungen zur Thematik wurde ich immer wieder belehrt, dass wir uns nicht so anstellen sollen und es diese Probleme schon immer gegeben hat.

Findet euch damit ab und seid glücklich, dass es euch so gut geht!

Aussagen wie diese werden der Thematik und dem Ernst der Lage nicht gerecht! Viele junge Menschen haben ein ernstzunehmendes Problem, weil sie weder mit dem Standardweg zurechtkommen, noch eine alternative Lösung sehen.

Wir sind eine Generation, die zutiefst unsicher und verzweifelt ist, auch wenn es nach Außen einen anderen Eindruck macht. (Hier schreibe ich detaillierter darüber: „DIE große Illusion, die meine Generation leiden lässt!“)

Anstatt uns mit Aussagen wie der obigen zu beleidigen, bitte ich euch, gute Vorbilder für uns zu sein! Das ist es, was wir brauchen.

Vielleicht hattet ihr damals in unserem Alter nicht die Möglichkeiten, euren eigenen Weg zu gehen.

Aber der Großteil von euch kann heute etwas ändern! Erfüllt eure Träume, brecht den Status-quo, nutzt euren Einflussbereich, startet euer Traumprojekt oder macht euch selbstständig!

Seid Vorbilder für uns und zeigt uns, wie es geht!

Sinnkrise in den Zwanzigern, was tun?

Ich bin mit großer Euphorie in die große Welt gestartet, habe dem Standardweg den Rücken gekehrt und gemeint, in kürzester Zeit meinen eigenen Weg zu rocken.

Das ist fürchterlich schiefgegangen.

In der Arbeit mit meinen Kunden erkenne ich immer wieder dieselbe Ungeduld und unrealistische Einschätzung, was zeitliche Machbarkeit betrifft.

Tendenziell haben wir das Problem, dass wir alles haben möchten und zwar sofort.

  • Wir möchten sofort unseren Weg erkennen und unser eigenes Ding umsetzen.
  • Wir möchten damit sofort erfolgreich sein.

Weder das eine noch das andere funktioniert von heute auf morgen.

An dieser Stelle würden sich viele Binsenweisheiten als Halblösungen anbieten!

Jedoch kann ich dir nur eines ganz konkret raten:

Plane mit realistischen Zeiträumen, suche dir einen guten Coach und sei bereit, langfristig in deinen Weg, deine Erfahrung und deine Fähigkeiten zu investieren.

Komme in meine kostenfreie Facebook-Gruppe: Dort erhältst du Antworten auf deine Fragen und den Austausch mit Gleichgesinnten:

Das bedeutet nicht, dass du unverändert in deiner gegenwärtigen Situation stehenbleiben musst! – Rechne aber mit einer Übergangsphase die Raum und Zeit in Anspruch nimmt.

Sofortmaßnahmen

Gestehe dir deine IST-Situation ein

Oft drehen wir uns im Kreis und bringen nicht auf den Punkt, was Sache ist. Das kostet Kraft, Energie und Lebensfreude.

In vielen Fällen kann es zur ersten Erleichterung kommen, wenn man dem Problem einen Namen gibt und dieses direkt in die Augen blicken kann.

Zugleich ist das die Grundlage für eine mögliche Veränderung!

Denke in Lösungen

Unser Geist ist ein mächtiges Werkzeug. Lenkst du deinen Geist auf Probleme, wirst du in deinem Sumpf immer weiter einsinken. Beginne stattdessen, deinen Geist auf Möglichkeiten auszurichten.

Das gelingt dir, indem du dir clevere Fragen stellst.

  • Das kann ich mir nicht leisten!
  • Wie kann ich mir das leisten?

Eine Sinnkrise oder andere Probleme lassen sich dadurch nicht lösen! Jedoch kannst du so eine neue Perspektive fördern und deinen Gefühlszustand verändern.

Tipp: Hole dir das Manifest von Veit Lindau. Dieses unterstützt dich dabei, dir täglich gute Fragen zu stellen, die Perspektive zu ändern und Veränderung zu fördern.

Schaffe dir eine Auszeit

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Oft müssen wir aus unserem Alltag ausbrechen und Abstand gewinnen, um die Dinge wieder klarer zu sehen.

Falls dieser Impuls mit dir in Resonanz geht, schaffe dir eine mehrtägige Auszeit, in der du dich nicht mit deinem Studium, deiner Ausbildung oder deinem Job beschäftigst. Genauso wenig musst du in dieser Zeit nach Lösungen für deine Sinnkrise suchen oder neue Erkenntnisse gewinnen.

Entziehe dich dem Leistungsdruck und deinem persönlichen Entwicklungsstress.

Vielleicht möchtest du ein paar Tage Urlaub nehmen und wegfahren oder du hältst dir ein Wochenende frei. Alles ist gut und ok.

Lasse es dir in deiner Auszeit richtig gut gehen.

Greife auf gute Inspirationsquellen zurück

Wenn ich an meinem Weg zweifle, schlecht gelaunt oder antriebslos bin, lasse ich mich von meinen Vorbildern inspirieren.

Ich höre ihre Podcasts, lese ihre Bücher oder sehe mir ihre Videos auf YouTube an.

Das ist kein Wundermittel! Mir hilft es aber oft, aus einer Abwärtsspirale auszusteigen und wieder einen positiven Fokus zu finden.

Suche dir einen Coach, Trainer oder Berater

In Entwicklungs- und Veränderungsprozessen eine kompetente Unterstützung an der Seite zu haben, kann den entscheidenden Unterschied machen.

Für mich hat dieser Schritt große Erleichterung, Hilfe, Zuversicht und konkrete Lösungen gebracht. Das war im Jahr 2012, als ich begonnen habe, in einem großen Automobilkonzern zu arbeiten.

Ohne die Begleitung meines Coach Matthias Florian wäre vieles schwieriger gewesen und hätte länger gedauert. Viele Erkenntnisse hätte ich erst viel später gewonnen und konkrete Entscheidungen wären ausgeblieben.

Sprich mit deinem Vorgesetzten oder mit deinen Eltern über deine Sinnkrise

Wir Menschen haben die komische Angewohnheit, Probleme für uns zu behalten und nicht auszusprechen, obwohl genau das Erleichterung bringen würde.

Falls du berufstätig bist, sprich mit deinem Chef über deine Gefühle und Sorgen. Du wirst erstaunt sein, wie offen und froh viele Vorgesetzte sind, wenn ein solches Gespräch gesucht wird. Vielleicht findet ihr gemeinsam eine Lösung und einen Weg, der dir deine Freude zurückbringt.

Solltest du in deinem Studium leiden und in einer Sinnkrise stecken, hat das Gespräch mit deinen Eltern einen ähnlichen Effekt.

Du selbst fühlst am besten, ob diese Gespräche hilfreich für dich sind und Erleichterung bringen.

Denke langfristig

Wir jungen Menschen denken oft sehr kurzfristig und projizieren unsere Gegenwart auf unsere Zukunft. Sei dir bewusst, dass du langfristig alles verändern kannst und du nicht in deiner Situation feststecken musst, wenn du dich dazu entscheidest.

Du bist kein machtloses Opfer!

Vielmehr hast du die Möglichkeit, dein Leben selbst zu gestalten, auch wenn du deine Ziele nicht von heute auf morgen erreichen kannst.

Wenn du unglücklich bist, mit wem vergleichst du dich dann?

Sofern eine Sinnkrise nicht zum akuten Problem wird, ist das Streben nach Sinn und Selbstverwirklichung ein wahrer Luxus.

Wir haben sauberes Trinkwasser, ausreichend Nahrung, ein gutes Sozialsystem, Zugang zu Bildung und ein Dach über dem Kopf.

Hätte das Schicksal anders gespielt, wären wir vielleicht in Kazuzo geboren und würden uns jetzt mit der Frage beschäftigen, woher wir die nächste Mahlzeit bekommen.

Ich lade uns ein, dankbar für unseren Reichtum und unsere Möglichkeiten zu sein. Zugleich entspringt daraus unsere Pflicht, unserem Herzen zu folgen und neue Wege zu gehen.

Alles Liebe,

P.S. Komme in meine kostenfreie Facebook-Gruppe: Dort erhältst du Antworten auf deine Fragen und den Austausch mit Gleichgesinnten.

Fotocredit: Christopher Grigat

About the Author

Robert Kraxner gilt als junger Inspirator, der nichts als gegeben hinnimmt und neue Wege jenseits der Norm eröffnet. Zu seinen Kunden zählen entwicklungswillige Querdenker und Unternehmen, die jenseits der bestehenden Paradigmen agieren möchten. Vita: https://www.robertkraxner.com/vita

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