Zu viele Gedanken: 9 einfache & kurze Übungen, um zur Ruhe zu kommen

Zu viele Gedanken – 9 Übungen, die dich dabei unterstützen, zur Ruhe zu kommen.

zu viele gedanken, zu viele gedanken im kopf, zur Ruhe kommen, erfolgreich werden, neue Wege gehe

Ich habe mir gerade das zweite Bier bestellt.

Nach langer Zeit bin ich wieder mit guten Freunden zusammen. Am Tisch wird über alte Zeiten gesprochen und viel gelacht.

Alles ist perfekt. Ein Abend, wie ich ihn liebe.

Trotzdem kann ich das Treffen nicht genießen. Ich spüre wie ich unruhig meine Füße bewege und zu viele Gedanken in meinem Kopf kreisen.

Ich bin nicht bei der Sache!

Während um mich tolle Gespräche stattfinden, denke ich darüber nach, wie ich meine Projekte voranbringen kann. Meine Gedanken kreisen um neue Strategien, unerledigte Aufgaben und 1000 andere Gedanken.

Zu viele Gedanken, die zur Last werden

Kennst du das Gefühl, dass dein Kopf jeden Moment explodiert? Gleich einem Motor, der ständig auf Hochtouren betrieben wird?

Ich kenne dieses Gefühl aus Zeiten großer Begeisterung, in denen ich viele Ideen habe und das Beste herausholen möchte.

In diesen Phasen fällt es mir unglaublich schwer, zur Ruhe zu kommen.

Gedanken, Gedanken, Gedanken…. Während dem Essen, in der Freizeit, beim Einschlafen…

Im Alltag treten dadurch vor allem 2 Herausforderungen auf:

  1. Es sind zu viele Gedanken, die nicht auf einmal umgesetzt werden können. Du fühlst dich gelähmt und kannst dein Potenzial nicht auf die Straße bringen.
  2. Auf dieser Basis entsteht enormer Stress, weil du ununterbrochen im Denken, Tun und Umsetzen bist, aber keine Fortschritte erzielst. Du arbeitest, arbeitest, arbeitest und glaubst, noch mehr Ideen umsetzen zu müssen, bis du irgendwann nicht mehr kannst und feststellst, dass du trotz der Mühen keinen bedeutenden Fortschritt erzielt hast.

Du bist hier, obwohl du schon dort sein möchtest!

Lösungsstrategien für einen kühlen Kopf

Bei zu vielen Gedanken die zur Last werden, ist es sinnvoll, vor allem auf Ruhe zu achten und Druck abzubauen. Das ist zielführender, als das Problem mit weiteren komplexen Systemen zu verkomplizieren.

1. Dein Status-quo

Stell dir bewusst die Frage, was dich unnötig unter Stress setzt. Sei ehrlich zu dir selbst!

Stelle dir diese Frage regelmäßig.

Bei mir sind es zur Zeit die folgenden Faktoren, die mich stressen:

  • unnötige Besprechungen, Termine usw. die nicht zielführend sind
  • Facebook
  • E-Mails

2. Schränke deine Erreichbarkeit ein

Wir sind über viele verschiedene Kanäle erreichbar (Anruf, SMS, WhatsApp, Facebook, Instagram, E-Mails usw.).

Diese vielen Kommunikationskanäle verursachen Stress. Wir glauben ständig erreichbar sein zu müssen und verspüren das Bedürfnis, schnellstmöglich auf alle Nachrichten zu antworten.

Wir unterscheiden nicht zwischen wichtig und unwichtig und kommunizieren ineffizient.

Tipps:

  • Lösche Facebook, Facebook-Messanger, E-Mail-Accounts und alle unnötigen Ablenkungen von deinem Smartphone.
  • Lies und beantworte deine E-Mails maximal 2mal täglich. Schließe dein Mail-Programm in der Zwischenzeit.

3. Schreibe Gedanken, Ideen und Visionen auf

Albert Einstein, einer der größten Visionäre der Geschichte, hatte stets ein Notizbuch bei sich, in dem er wichtige Gedanken notierte.

Schreibe deine Ideen, Gedanken und Visionen auf!

Und zwar mit dem Bewusstsein, dass du diese nicht sofort umsetzen musst. Das Aufschreiben von Gedanken senkt den Druck und löst den Zwang, den Gedanken sofort zu vertiefen.

Wenn du das nächste Mal zu viele Gedanken im Kopf hast, schnapp dir ein Blatt Papier und schreibe deine Gedanken auf.

Deine Notizen kannst du regelmäßig hervorholen und entscheiden, welche Gedanken du vertiefen möchtest. Du wirst feststellen, dass viele deiner Gedanken an Wichtigkeit und Relevanz verlieren, wenn du diese einige Tage später noch einmal ins Gedächtnis holst.

Du kannst auch dein Smartphone nutzen, um Gedanken, Ideen und Visionen zu notieren. Ich empfehle dir dazu das kostenlose App „Evernote“.

4. Arbeite mit einer Tages-To-do-Liste

Zu viele Gedanken können auf Grund von fehlender Struktur entstehen.

Wenn du planlos in deinen Tag startest und erst überlegen musst, welche Aufgaben du zu erledigen hast, verlierst du dich im Gedankenmeer. Die Gefahr besteht, dass du von Aufgabe zu Aufgabe springst, dich leicht ablenken lässt und sinnlosen Tätigkeiten Aufmerksamkeit schenkst.

Du reagierst impulsiv auf deine Gedanken, ohne dir die Relevanz oder Effizienz deiner Handlungen bewusst zu machen.

Abhilfe verschafft eine Tages-To-do-Liste, die du am Abend, für deinen nächsten (Arbeits-)Tag, planst.

5. Weniger Termine

Es herrscht in unserer Gesellschaft die seltsame Annahme, dass ein voller Terminkalender als erstrebenswert gilt. Wer den ganzen Tag in Besprechungen sitzt, wird als wichtig und erfolgreich eingestuft!

Totaler Schwachsinn!

Konzentriere dich auf das Wesentlichste und setze Prioritäten.

6. Halte regelmäßig einen Mittagsschlaf

Ja, du hörst richtig! Halte regelmäßig einen Mittagsschlaf.

Achte darauf, immer wieder zur Ruhe zu finden. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass ein Mittagsschlaf von 20-30 Minuten wohltuend ist.

Außerdem macht dich ein Mittagsschlaf produktiver!

7. Malen

Wenn der Stress zu stark wird und mich 1000 Gedanken lähmen, greife ich zu meinem Malbuch. Wie ein kleines Kind male ich kleine Kästchen aus.

Das Malen entschleunigt und macht den Kopf frei. Ich habe mir ein cooles Malbuch gekauft, dass genau für diesen Zweck veröffentlicht wurde. (Das Achtsamkeits-Malbuch.)

8. geführte Meditationen

Sehr oft wird von den positiven Wirkungen durch Meditationen gesprochen. Für uns Vieldenker kann eine Meditation eine große Herausforderung sein.

Die meisten von uns fühlen sich, als wären sie in ein Wespennest gestolpert, wenn sie ein paar Minuten ruhig sitzen sollen.

In solchen Fällen empfehle ich geführte Meditationen. Diese Wirken dieser Unruhe entgegen und unterstützen dich dabei, zur Ruhe zu kommen.

9. Fernsehen

Ein etwas untypischer Tipp, wenn es darum geht, zur Ruhe zu kommen. Doch manchmal tut es einfach gut, am Abend in die Couch zu sinken, den Fernseher einzuschalten und sich berieseln zu lassen.

Das sind meine persönlichen Strategien, um zur Ruhe zu kommen und mit meinen vielen Gedanken umzugehen.

Welche Strategien nutzt du, wenn wieder zu viele Gedanken in deinem Kopf schwirren?

Alles Liebe,

Fotocredit: Christopher Grigat

About the Author

Robert Kraxner gilt als junger Inspirator, der nichts als gegeben hinnimmt und neue Wege jenseits der Norm eröffnet. Zu seinen Kunden zählen entwicklungswillige Querdenker und Unternehmen, die jenseits der bestehenden Paradigmen agieren möchten. Vita: https://www.robertkraxner.com/vita

Leave a Reply 0 comments

Leave a Reply: